Karla Zavala

Karla Zavala Barreda ist Forscherin, Designerin und digitale Projektmanagerin, die an der Schnittstelle von Software, Design und Bildung arbeitet. Sie ist Mitbegründerin des Forschungs- und Designstudios internet teapot, einer Kollaboration, die sich auf spekulative sowie kritische Designprojekte und -forschung konzentriert, welche sich aus gemeinsamen Interessen an digitaler Kultur, kritischer Theorie und der Überzeugung ergeben, dass Design auf sozial-transformative Weise genutzt werden kann. Sie hat einen Masterabschluss in Media Arts Cultures und ist derzeit Doktorandin im Fachbereich Medienwissenschaften an der Universität Amsterdam, wo sie zur Ökologie von Apps und Lernsoftware für Kinder forscht.

Worksheets von Karla Zavala

  • Bundle: Das Algorithmic Literacy Lab*

    Maschinen erkennen nicht nur Gesichter, sie sortieren auch Bewerbungen, beeinflussen Gerichtsprozesse, bestimmen, wer einen Kredit bekommen sollte, entscheiden über Polizeieinsätze und kontrollieren Grenzübergänge. Aufgrund ihrer technischen Struktur reproduzieren sie die aktiven Strukturen unserer Gesellschaft und treffen rassistische, sexistische oder andere diskriminierende Entscheidungen. Die Auswirkungen sind zunehmend unumkehrbar zukunftsbestimmend. Im Algorithmic Literacy Lab* haben sich insgesamt zehn Expert*innen aus Kunst, IT und kritischer Bildungsarbeit zusammengefunden, um Diskussions- und Arbeitsmaterialien für Lernende und Multiplikator*innen herzustellen, mit denen algorithmische Systeme und ihre Effekte eindrücklich erfahren und besprochen werden können.
  • Das geheime Leben einer KI

    Popkulturelle Erzählungen und westliche Science-Fiction-Filme wie 'Terminator', 'Her' oder 'Westworld' haben großen Einfluss darauf, wie wir über KI-Technologien nachdenken. Diese Erzählungen helfen uns jedoch nicht unbedingt, die Auswirkungen von KI auf unser Leben, unseren Planeten, unsere Kultur und unsere Rechte auf realistische Weise zu verstehen. Der hier vorgestellte Workshop soll dazu beitragen, Künstliche Intelligenz zu entmystifizieren, indem technologiezentrierte Ansätze in Frage gestellt werden und soziale, ökonomische sowie ökologische Aspekte von Technologie in den Vordergrund rücken. Anhand konkreter Impulse zur Philosophie, Konzeption, Design und Einsatz von KI-Technologien forschen die Workshop-Teilnehmer*innen selbstständig und erhalten einen Eindruck davon, welche umfassenden menschlichen Ressourcen und globalen Infrastrukturen in KI-Technologie stecken. Besonderer Fokus liegt auf den Verwertungsdynamiken, die KI-Technologien innewohnen. Die Ergebnisse des Workshops werden in einem kollaborativen Zine festgehalten.