Nelly Y. Pinkrah

Nelly Y. Pinkrah ist Kultur- und Medientheoretikerin sowie politische Aktivistin. Sie schreibt über und befasst sich mit Themen wie Rassismus, Gender und Medien(-technologie). Sie arbeitet an ihrer Doktorarbeit über Édouard Glissant und die Kybernetik an der Leuphana Universität Lüneburg, wo sie mit dem Centre for Digital Cultures kooperiert. Im Jahr 2021 war sie Dozentin an der Rijksuniversiteit Groningen. Von Oktober 2018 bis Mai 2019 war sie Doctoral Fellow am Global Emergent Media Lab der Concordia University, Montréal. Im Jahr 2019 organisierte sie die erste Stanford Leuphana Summer Academy on Media Studies. Im Jahr 2020 veröffentlichte sie gemeinsam mit Erich Hörl und Lotte Warnsholdt Critique and the Digital (diaphanes Verlag/Chicago University Press). Demnächst erscheint die Ausgabe der Zeitschrift für Medienwissenschaft, in der sie zusammen mit Ömer Alkin und Jiré Emine Gözen Gastredakteurin für X | Kein Lagebericht ist. Nelly ist Humanity in Action Senior Fellow und Mitglied des Steuerungskomitees des deutschen Forums Antirassismus Medienwissenschaft (FAM).

Worksheets von Nelly Y. Pinkrah

  • Bundle: Das Algorithmic Literacy Lab*

    Maschinen erkennen nicht nur Gesichter, sie sortieren auch Bewerbungen, beeinflussen Gerichtsprozesse, bestimmen, wer einen Kredit bekommen sollte, entscheiden über Polizeieinsätze und kontrollieren Grenzübergänge. Aufgrund ihrer technischen Struktur reproduzieren sie die aktiven Strukturen unserer Gesellschaft und treffen rassistische, sexistische oder andere diskriminierende Entscheidungen. Die Auswirkungen sind zunehmend unumkehrbar zukunftsbestimmend. Im Algorithmic Literacy Lab* haben sich insgesamt zehn Expert*innen aus Kunst, IT und kritischer Bildungsarbeit zusammengefunden, um Diskussions- und Arbeitsmaterialien für Lernende und Multiplikator*innen herzustellen, mit denen algorithmische Systeme und ihre Effekte eindrücklich erfahren und besprochen werden können.
  • You got the Power! Visionen für transfeministische Technologien aus der Zukunft

    Dieses Modul gibt einen Einblick in die Art und Weise, wie Macht mit Medien und Technologien verbunden ist und durch sie vollzogen wird. Obwohl Technologien oft als neutral und objektiv dargestellt werden, sind sie menschen-gemacht und erwachsen aus sozialen Strukturen. Technologien sind daher oft Manifestationen dessen, was bereits vorhanden ist. Jegliche Kommunikation ist vermittelt, aber unter den gegenwärtigen Bedingungen digitaler Medienumgebungen ist diese Vermittlung durch eine spezifische Beziehung von Extraktion, Marktwirtschaft und Kommodifizierung gekennzeichnet, die nicht nur zur Entstehung von sogenannten Echokammern, also hochgradig segregierten Online-Gemeinschaften, führt, sondern auch zur Filterung – und somit zur Diskriminierung von Menschen durch Unternehmen und Institutionen, die diese Technologien blindlings übernehmen und nutzen. Wie können wir Technologien verstehen, verorten und materialisieren, um uns andere Technologien für die Zukunft vorstellen und entwickeln zu können? Wie können wir kollektive Praktiken der Vorstellungskraft und des Handelns im Hinblick auf die Rückeroberung der gemeinschaftlichen Kontrolle über unsere eigene Zukunft fördern und schaffen?